Wagner ist einer der häufigsten deutschen Familiennamen und leitet sich vom Beruf des Wagenbauers oder Wagners ab – also eines Handwerkers, der Wagen und Karren herstellte.
Der Name stammt vom mittelhochdeutschen Wort 'wagen' (Wagen, Karren) ab. Der 'Wagner' war ein hochqualifizierter Handwerker, der Räder, Achsen und ganze Fahrzeuge baute – ein wichtiger Beruf in jeder mittelalterlichen Stadt und jedem Dorf. Die Endung '-er' kennzeichnet typischerweise den Berufsausübenden. Wagner war neben Müller, Schmidt und Schneider einer der verbreitetsten Handwerkerstände im Mittelalter.
Wagner ist besonders im deutschsprachigen Raum verbreitet, mit Schwerpunkten in Bayern, Sachsen und Württemberg. Varianten wie Wagener, Wagenmann oder Wägner kommen regional vor. Der Name findet sich auch in Österreich, der Schweiz und in deutschsprachigen Einwanderergemeinschaften.
Die Familie Wagner wird seit dem 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Mit der Industrialisierung verloren viele Wagner ihren ursprünglichen Beruf, behielten aber den Namen. Der Name wurde über Generationen hinweg zum stolzen Familiennamen eines ehemals angesehenen Handwerksstandes. Heute ist Wagner in Deutschland einer der zehn häufigsten Familiennamen und trägt die handwerkliche Tradition des Mittelalters bis in die Gegenwart.
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