Schneider ist einer der häufigsten deutschen Familiennamen und geht auf den Beruf des Schneiders (Tuchmacher, Kleidermacher) zurück.
Der Name stammt vom mittelhochdeutschen Wort 'snîden' (schneiden) ab. Schneider waren Handwerker, die Stoffe zuschneiden und Kleidungsstücke fertigten – ein angesehener und weit verbreiteter Beruf im Mittelalter. Die Berufsbezeichnung wurde irgendwann zum Familiennamen, wenn ein Schneider-Meister seine Söhne an den Namen band oder dieser zur Unterscheidung in der Gemeinde verwendet wurde.
Schneider ist flächendeckend im deutschsprachigen Raum verbreitet, mit Schwerpunkten in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Das Geschlecht findet sich aber in ganz Deutschland, Skandinavien und in Gegenden mit deutscher Auswanderung (USA, Argentinien). Schreibvarianten wie Snider, Snyder oder Schneyder entstanden durch regionale Dialekte und Auswanderung.
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit war der Schneiderberuf so verbreitet und angesehen, dass der Name sehr häufig vergeben wurde – daher gehört Schneider bis heute zu den Top 10 der deutschen Familiennamen. Die Schneiderzünfte waren einflussreich in vielen Städten. Der Name ist seit dem 13. Jahrhundert in Urkunden nachweisbar und hat sich bis heute in Hundertausenden Varianten erhalten, von prominenten Trägern bis zu Tausenden gewöhnlichen Bürgern.
Und dein eigener Nachname? Das NamensArchiv recherchiert jeden Familiennamen – auch seltene. Kostenlos, ohne Anmeldung. Jetzt Namen recherchierenDer Name ist der Anfang. Wer wissen will, wo die eigene Familie wirklich herkam, sucht in Kirchenbüchern, Volkszählungen und Auswandererlisten — MyHeritage durchsucht diese Quellen automatisch. Werbelink: Bei einem Abschluss erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.