Becker ist einer der häufigsten deutschen Familiennamen und stammt vom Beruf des Bäckers ab. Die Berufsbezeichnung wurde zum Familiennamen, als Zunftzugehörigkeit vererbbar wurde.
Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen 'Becker' oder 'Bäcker' ab, der jemanden bezeichnete, der Brot backte. Im Mittelalter waren Bäcker zentrale Personen in jeder Siedlung – sie waren oft die einzigen, die Öfen besaßen. Die Bezeichnung 'Becker' wurde zunächst als Zunftname oder Berufstitel verwendet und erstarb später zur Familienbezeichnung.
Becker ist flächendeckend im deutschsprachigen Raum verbreitet, mit Schwerpunkt in West- und Südwestdeutschland. Varianten wie 'Bäcker', 'Becher' oder 'Pecker' (Lautverschiebung in einzelnen Regionen) treten auf. Der Name kam auch in Nachbarländer, besonders in die Niederlande und ins Baltikum, wo deutsche Handwerker siedelten.
Seit dem 14. Jahrhundert belegt, wurde Becker durch die Zunftordnungen zunächst zum unveräußerlichen Berufsnamen und später zum Familiennamen vererbt. Mit der Ausbildung des modernen Deutschlands im 19. Jahrhundert gehörte Becker zu den Top-10-Familiennamen. Der Name vermittelt bis heute die historische Bedeutung der Handwerkerzünfte und der Zunftkultur in Deutschland.
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