Der Name bedeutet "der Neue Mann" oder "Neuer Siedler" und entstand als Beiname für Neuzuwanderer oder jüngere Familienmitglieder.
Neumann setzt sich aus dem mittelhochdeutschen "niuwe" (neu) und "mann" (Mann, Mensch) zusammen. Ursprünglich war es ein Übername für einen Neuen oder Fremden in einer Gemeinde – etwa für einen zugezogenen Siedler, einen Jüngeren oder einen neuen Zunftmeister. Solche Unterscheidungsnamen waren im Mittelalter nötig, wenn mehrere Leute denselben Rufnamen trugen. Die gängigste Deutung verbindet den Namen mit Neusiedlung oder sozialer Mobilität.
Neumann ist ein häufiger Name im deutschsprachigen Raum, besonders verbreitet in Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern. Er tritt auch in Österreich und der Schweiz auf. Varianten sind Neumann, Neman, Neumann sowie die slavisierten Formen Neumann in böhmischen und polnischen Gebieten.
Der Name lässt sich urkundlich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Im Zunftwesen des Mittelalters war "der Neue" eine wichtige Kategorie – Neugesellen, Neumeister und Neubürger brauchten Bezeichnungen. Der Name wurde zeitlos, als die Zunftsystem formalisierte und die Familiennamen fest wurden. Besonders ab der Frühen Neuzeit zeigen sich gehäufte Nennungen in Stadt- und Zunftregistern, wo Neuzuwanderer und aufgestiegene Handwerker dokumentiert wurden.
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