Hoffmann leitet sich vom mittelalterlichen Beruf des Hofmannes ab – eines Angestellten oder Verwalters eines adeligen oder klösterlichen Hofes. Die Verdopplung des 'n' ist typisch für die deutsche Namensbildung.
Der Name stammt vom mittelhochdeutschen 'Hofmann' (Hofbeamter, Hofangestellter). 'Hof' bezog sich auf den Hof eines Adligen, eines wohlhabenden Bürgers oder eines Klosters. Ein Hoffmann verwaltete Güter, überwachte Landarbeiter oder versah administrative Aufgaben. Die Endung '-mann' (vollständig 'Mann', Person) war typisch für Berufs- und Funktionsnamen. Die verdoppelte Schreibung '-nn-' setzte sich in der Frühen Neuzeit zunehmend durch.
Hoffmann ist vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitet, besonders in Bayern, Hessen, Sachsen und Preußen. Schreibvarianten sind Hofman, Hofmann, Hoffmann und Haufmann. Der Name findet sich auch in Regionen mit starker deutschsprachiger Migration wie Osteuropa und der Schweiz.
Als Berufsname entstand Hoffmann während des Hochmittelalters, als Feudalwirtschaft und Klöster ein stabiles Verwaltungspersonal brauchten. Der Name ist seit dem 13./14. Jahrhundert dokumentiert. Hoffmann wurde zeitweise auch zu einem Adligengeschlecht (zum Beispiel in Hessen), blieb aber primär ein Namen der mittleren und gehobenen Bürgerschicht. Im 18./19. Jahrhundert war Hoffmann ein häufiger und angesehener Name – ein Zeichen der Stabilität und administrativen Kompetenz seiner Träger.
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