Müller ist einer der häufigsten deutschen Familiennamen und leitet sich vom Beruf des Müllers ab – des Mannes, der in der Mühle Getreide zu Mehl mahlte.
Der Name stammt vom mittelhochdeutschen Wort 'Müller' oder 'Müler', das auf das Verb 'mahlen' zurückgeht. Ein Müller war ein Handwerker von hohem sozialen Ansehen, der in der Mühle das Getreide der Bauern verarbeitete. Mühlen waren zentrale Orte jeder Gemeinde, und der Müllerberuf war über Generationen hin eine angesehene, oft sogar erbliche Position. Der Name entstand, als Familiennamen sich im Hochmittelalter verfestigten – Menschen wurden nach ihrer Tätigkeit benannt.
Müller ist im gesamten deutschsprachigen Raum verbreitet, besonders häufig in Bayern, Baden-Württemberg und der Schweiz. Varianten sind Mühlner, Muhler oder regional Müller/Mueller. In Österreich und der Schweiz ist der Name ebenfalls sehr verbreitet. Historisch wurde die Schreibweise oft an lokale Dialekte angepasst.
Müller zählt seit Jahrhunderten zu den Top 5 der deutschen Familiennamen – Mühlen waren überall und zahlreich, daher entstanden viele Müller-Dynastien. Der Name lässt sich in Kirchenbüchern und Stadtarchiven seit dem 14. Jahrhundert nachweisen. Bekannt ist, dass Müller-Familien oft über Generationen die Mühlenpacht innehatten und dadurch zu lokalem Wohlstand kamen. Die Häufigkeit des Namens machte später manchmal eine Zusatzbenennung nötig (Müller am Bach, Obermüller, Untermüller).
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