Schulz ist ein verbreiteter deutscher Nachname, der vom mittelalterlichen Berutstitel des Schulzen stammt – dem Dorfvorsteher oder Schultheißen.
Schulz leitet sich vom mittelhochdeutschen 'Schultheiss' ab, einer Amtsbezeichnung für den obersten Beamten in einer Stadt oder einem Dorf. Der Schulze war Richter, Verwalter und Vertreter der Gemeinde – eine Position mit großem Ansehen. Über Generationen wurde die Berufsbezeichnung zum Familiennamen, zunächst oft bei den Söhnen von Schulzen (Schulze, Schulzes → verkürzt zu Schulz).
Schulz ist vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitet, mit Schwerpunkten in Sachsen, Thüringen und Ostdeutschland insgesamt. Schreibvarianten sind Schulze (süddeutsch, älter), Schultes, Schulth. Auch im skandinavischen Raum gibt es verwandte Formen.
Der Name stammt aus der Zeit der Stadtgründungen und der Ausbildung von Gemeindeverwaltungen im Mittelalter (13.-15. Jahrhundert). Schulz ist einer der häufigsten deutschen Familiennamen und dokumentiert die soziale Struktur des Mittelalters: Beamte und ihre Nachfahren prägten die Namengebung. Bekannte Träger zeigen sich in Wissenschaft, Politik und Kultur über alle Epochen hinweg.
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